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Archive for the ‘Astronomie’ Category

Mein Tipp für die Sterngucker

Dienstag, August 10th, 2010

Ein besonderer Tipp für alle, die gerne in den Sternenhimmel schauen. In der heutigen Nacht findet wieder einmal ein besonderes astronomisches Ereignis statt.

Wir können in der heutigen Nacht ein Feuerwerk am Nachthimmel erleben, falls keine Wolken aufziehen. Leider sieht es in meinen Breitengraden im Moment nicht sehr günstig dafür aus. Vielleicht habt ihr ja mehr Glück. Der Wetterdeinst hat für meinen Bereich sogar für diese Zeit Regen angesagt :-(

Aber was passiert denn heute Nacht?

Immer um den 12. August herum kreuzt die Erde die Staubspur, die der Komet Swift-Tuttle hinterlassen hat. Der Perseidenstrom, entstanden eben aus den Überresten des Kometen Swift-Tuttle, wird in der Nach zum Donnerstag sein jährliches Maximum mit um die 100 Meteoren pro Stunde erreichen.

Es ist dann auch möglich, dass man einige Boliden (Feuerkugeln) in dieser Nacht sichten kann. Das gesamte Spektakel endet übrigens an diesem Samstag.

Falls ihr dieses heute verpasst, kann ich gleich auf das nächste Ereignis dieser Art hinweisen, welches im November stattfindet. Dann treten die Leoniden ins nächtliche Rampenlicht. Ich werde aber an dieser Stelle und in diesem Blog rechtzeitig darüber schreiben …

Weitere Informationen:

Iridium-Flares heute beobachten

Samstag, August 7th, 2010

Der heutige Abend eignet sich wieder dafür, Iridium-Flares am Himmel zu beobachten. Iridium-Flares sind Lichterscheinungen am Himmel, die durch Sonnenreflexionen am überfliegenden Iridium-Satelliten entstehen. Man kann diese Erscheinungen leicht mit einer Sternschnuppe verwechseln.

Manchmal ist es auch möglich, den Überflug der internationalen Raumstation ISS mit bloßem Auge zu beobachten, wenn der Elevationswinkel günstig ist.

Wir wollen also hoffen, dass heute Abend keine Bewölkung am Himmel ist.

Heute, am Samstag, 07. August 2010 sind die folgenden Iridium-Satelliten sichtbar:

Satellit Uhrzeit Azimut Elevation
Iridium 91 22h 27m 13s 349.0°, N 15.6°
IGS 1B 23h 35m 54s 250.9°, WSW 23.6°
Iridium 32 23h 55m 22s 293.8°, WNW 8.6°
Iridium 91 00h 04m 41s 295.7°, WNW 7.2°
Iridium 57 00h 14m 06s 298.6°, WNW 5.7°
Iridium 58 00h 23m 29s 301.1°, WNW 4.4°
Iridium 4 00h 25m 27s 239.4°, WSW 35.1°
Iridium 15 03h 28m 37s 135.2°, SO 40.7°

Auf den folgenden Webseiten kannst Du schauen, ob die Flares auch vom eigenen Standort zu sehen sind und wann die nächsten Termine für Sichtungen sind.

Happy Birthday!

Donnerstag, August 5th, 2010

Wer sagte diesen berühmten Spruch auf?

That’s one small step for a man, one giant step for mankind.
(deutsch: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein riesiger Schritt für die Menschheit“).

Richtig: Neil Armstrong, als er am 21. Juli 1969 um 02:56:20 Uhr UTC die Mondoberfläche betrat.

Neil Armstrong wurde am 05. August 1930 geboren und feiert somit am heutigen Tag seinen 80ten Geburtstag.

Ich gratuliere ganz herzlich dazu – Happy Birthday!

BOINC-Projektübersicht

Donnerstag, Februar 18th, 2010

In meinem Blogartikel “Was bedeutet S.E.T.I.?” hatte ich ja gestern schon mal über das S.E.T.I.-Projekt (Search for Extraterrestrial Intelligence / deutsch: Suche nach außerirdischer Intelligenz) geschrieben.

Auf dieser Seite möchte ich ergänzend dazu einen kleinen Überblick über die zahlreichen weiteren BOINC-Projekte geben, die man neben seti@home noch wählen kann.

Eine komplette Liste aller BOINC-Projekte findest du auf der Webseite der deutschen BOINC-FAQ oder auf der BOINC-Hauptseite. Dort gibt es auch Informationen und Links zu BOINC-Software für andere Betriebssysteme (zum Beispiel für Linux, Mac-OS oder Sun-OS).

Hier eine kleine Auswahl der Projekte:

seti@home Die Suche nach außerirdischer Intelligenz. Das kennen wir ja schon …
ClimatePrediction.net Verschiedene Klimamodelle für die nächsten 100 Jahren berechnen.
ClimatePrediction.net
(BBC-CCE)
Vereinfachte Version des ClimatePrediction.net.
Predictor@home Verschiedene Methoden zur Vorhersage von Proteinfaltung erpoben.
Einstein@home Die Suche nach Gravitationswellen.
LHC@home Diverse Simulationen für den Bau des neuen Large Hadron Collider Teilchenbeschleunigers am CERN.
Rosetta@home Die Vorhersage von Proteinfaltung wird hierbei erprobt.

Was bedeutet S.E.T.I.?

Dienstag, Februar 16th, 2010

S.E.T.I. (Search for Extraterrestrial Intelligence / deutsch: Suche nach außerirdischer Intelligenz) ist ein von der Universität von Berkeley (Kalifornien / USA) betriebenes wissenschaftliches Experiment, welches ständig auf der Suche nach außerirdischen Funksignalen aus dem All ist. Empfangsort ist das Arecibo Observatory in Puerto Rico (bekannt zum Beispiel aus dem ScFi-Film “Contact” mit Jodie Foster).

Empfangen wird ein 2,5 MHz breites Frequenzband mit der Mittenfrequenz von 1420 MHz. Dies entspricht der Wellenlänge von 21 cm (Hyperfeinübergang des neutralen Wasserstoffs), die besonders für die Radioastronomie von Bedeutung ist. Dabei werden täglich riesige Datenmengen (ca. 35 GB) gesammelt, die dann auf Datenbändern gespeichert und zur University of Berkeley zur Weiterverarbeitung geschickt werden.

Zunächst erfolgt eine grobe Aufbereitung der Daten. Dabei werden diese in kleine Pakete zerteilt, die dann von den Rechnern der teilnehmenden Anwender entgegengenommen werden können. Die Zuteilung der einzelnen Datenpakete erfolgt nach dem Zufallsprinzip, damit Manipulationen schon im Vorfeld ausgeschlossen sind. Die BOINC-Software auf den Anwender-PCs wertet dieses empfangene Datenpaket aus und schickt es anschließend wieder zurück zur Universität von Berkeley.

Die Auswertung findet natürlich nur in den Leerlaufphasen statt, damit die Arbeit am eigenen PC nicht behindert wird. Mittels dieser genialen Art der Ressourcenverteilung nehmen viele tausend Rechner gleichzeitig über das Internet teil. Diese ermöglichen so eine riesige Rechenleistung, die sonst nur ein teurer Großrechner leisten könnte.

Dieses Projekt wurde in der ganzen Welt auch als seti@home bekannt.

Wie kann ich teilnehmen?
Jeder Nutzer, der an diesem Projekt teilnehmen möchte, kann sich eine kostenlose Software mit Namen BOINC (Berkeley Open Infrastructure for Network Computing) von den Projektseiten herunterladen. Nach der Registrierung und Anmeldung der Software werden kleine Datenpakete von dieser auf dem heimischen PC ausgewertet und anschließend zurückgesendet. Ausführlichere Informationen findest du auf den Webseiten des Projektes.

Übrigens ermöglicht die BOINC-Software die Teilnahme an weiteren interessanten Forschungsprojekten, die aus einer umfangreichen Liste ausgewählt werden können.

Die Webseiten der einzelnen Projekte:

Satellitentracker (Bahnverfolgung)

Donnerstag, Januar 7th, 2010

Heavens Above ist kein Programm sondern ein Webdienst, der mittels Webbrowser unabhängig vom verwendeten Betriebssystem verwendet werden kann. Es können hier tabellarische- und grafische Bahnverfolgung und -vorhersagen genutzt werden.

Nach einer kostenlosen Registrierung kann die Berechnung vom eigenen Standort vorgenommen werden.

Folgende Objekte können beobachtet werden: Wettersatelliten, die internationale Raumstation ISS und das Space Shuttle, aktive Amateurfunksatelliten, der aktuelle Sternenhimmel und aktuelle Kometen.

Aktuelle Position der internationalen Raumstation ISS

Leonidenschauer 2009

Mittwoch, November 18th, 2009

AstronomieHeute erreicht der Strom der Lenoniden in der Nacht sein jährliches Maximum. Leider sagt der Wetterdienst kein gutes Wetter voraus, so das die ungestörte Beobachtung zumindest in unseren Breiten ausfällt.

Weitere Informationen
http://www.waa.at/hotspots/leoniden/leoniden2009.html

Erinnerung zum 50 Sputnik-Jubiläum

Donnerstag, Oktober 4th, 2007

In der Nacht zum 04. Oktober 2007 konnten Funkamateure auf der Frequenz 145.200 MHz (2 m Band) etwas ganz besonderes empfangen. Die Sternwarte Bochum startete um 00:00 Uhr MESZ (10:00 UTC) einen Wetterballon, der einen Sender mit einer Botschaft enthielt. In dieser Botschaft wurde zweisprachig an den Start des ersten Satelliten im All erinnert, dem die damalige UdSSR den Namen Sputnik gab und der damals durch ein markantes Piepsen auffiel. In der Aussendung wurde das Sonderrufzeichen DA0SPUTNIK verwendet.

Der WDR richtete eine Blogseite ein, auf der jeder einen Empfangsbericht abgeben konnte. Und so dauerte es auch nicht lange, bis unzählige Empfangsberichte aus dem Nord- und Süddeutschen Raum eintrafen. Laut dem Bericht der Sternwarte, der am nächsten Tag veröffentlicht wurde, trafen auch Meldungen aus Schweden, der Schweiz und Polen ein.

Ich selbst konnte das Signal auch über einen Handscanner, Typ Alinco DJ-X7 (kleines Bild, links), mit Gummiantenne am offenen Fenster bis ca 00:50 Uhr MESZ empfangen. Über meine Außenantenne (Comet CX-902) mit angeschlossenem Transceiver (Kennwood TS-711E) konnte ich den Signalen noch eine ganze Weile zuhören.

Gegen 01:42 Uhr MESZ fiel leider der MP3-Player mit der Audiobotschaft aus, so das ab diesem Zeitpunkt nur noch ein unmoduliertes Trägersignal auszumachen war. Es gab einige Funkamateure, die dieses Signal bis etwa 03:47 Uhr MESZ verfolgen konnten, bis auch dieses endgültig verschwand.

Mehr Informationen findest du auf den folgenden Webseiten: